Marmor im Sturm THOMAS RHYNER

 

DAS PROJEKT IN KÜRZE

 

ZUM STÜCK: Prospero hat mit seinen Gefährten die Insel verlassen und residiert jetzt in der Villa Patumbah in Zürich Seefeld. Er ist Zauberer, Visionär und Ausbeuter, ein Schweizer Unternehmer mit Entdeckergeist. Seine Handelsfirma, Prospero Trading, hat in der Villa ihren Hauptsitz und feiert in diesem Jahr ihr 400-jähriges Jubiläum. Tochter Miranda führt inzwischen die Geschäfte, Schwiegersohn Ferdinand steht ihr als Juniorchef bei. Im Keller und im Park wohnen Ariel und Caliban, die Wesen, die Prospero untertan sind. Die Monster sind kultiviert worden – und sie werden immer mehr. Und alle wollen sie mitmischen. 

Auf fünf verschiedenen Wegen werden die Zuschauer durch Villa und Garten geführt, lernen eine koloniale Schweiz kennen, die es angeblich nie gegeben hat, erfahren, wie man als Schweizer mit transatlantischem Menschenhandel Geld verdienen kann, und entdecken in dieser Familiengeschichte, angelehnt an Shakespeares „Sturm", eine Heimat, die sich gerne als autark begreift, tatsächlich aber intensiven und lukrativen Anteil am Welthandel vergangener Jahrhunderte hatte. Unser Wohlstand gründet auch darauf. Und wie verhält es sich mit unserer Verantwortung? Die Besucher der Villa Patumbah erwartet ein abenteuerlicher Parcours durch vergangene und gegenwärtige Welten, an dessen Ende die Frage nach der Zukunft steht.