MASS & FIEBER

Autodrom

Eine Expedition ins Leben mit den Autos

Autodrom

Premiere

Theaterhaus Gessnerallee Zürich – 15. November 2003

Koproduktion

Theaterhaus Gessnerallee Zürich

Kurzbeschreibung

Es ist Statussymbol und Freiheitsmaschine. Es ist unser Gefährte, der beste Freund des Menschen. Es bestimmt Finanzhaushalt, Arbeits- und Freizeitwege, Städtebauplanung. Es definiert unseren Geschmack. Steht bereit für Flucht und Jagd, große und kleine Träume. Wer sagt denn, dass es nicht längst die Macht über uns gewonnen hat? Natürlich hat es das.

MASS & FIEBER untersucht das Mensch-Auto-Verhältnis und erzählt seine mögliche Fortsetzung in einer nicht allzu fernen Zukunft. In AUTODROM wird eine Automesse eröffnet. Neue Modelle werden präsentiert. Ein Ehepaar fährt zur Selbstabholung ihres Familienkombis nach Wolfsburg. Ein arbeitsloser Webdesigner gewinnt einen Audi A8L. Eine Putzfrau singt ein Lied. Und dann beginnen die Fahrten.

Auf der A9 geschieht ein Unfall. Ein seltsamer Trupp von Wissenschaftern holt die Opfer ab und überführt sie in ihr Crashtestlabor. Hier werden der Chickie-Run geprüft, eine Erlkönigfahrt simuliert und Verletzungsmodelle geprobt. Dem limbischen Zentrum der Versuchskörper entfahren merkwürdige Stimmen. Eine erzählt von einer nächtlichen Begegnung auf dem Parkplatz, von einem konspirativen Treffen der Maschinen. Seit wann legen Autos Eier?

AUTODROM ist ein Abend mit Fahrgeräuschen und Messias-Chören, mit Bekenntnissen, Überrollbewegungen und weitreichenden Offenbarungen. We have seen the future, and it is not us.

Cast & Crew

Sibylle Aeberli
Martin Gantenbein
Fabienne Hadorn
Sebastian Krähenbühl
Martina Schiesser
Markus Schönholzer
Andreas Schröders
Jeroen Visser
Silvester von Hösslin

Text: Brigitte Helbling Niklaus Helbling Musik: Sibylle Aeberli Martin Gantenbein Markus Schönholzer Jeroen Visser Regie: Niklaus Helbling Bühne: Dirk Thiele Kostüme: Judith Steinmann Choreographie: Salome Schneebeli Sonographie : Floris van Manen Jeroen Visser Artwork: Thomas Rhyner Licht: Björn Salzer Technik: Peter Affentranger Maske: Nicole Rohner-Allert Regieassistenz: Norina Nobashari Kostümassistenz: Mirja Fiorentino Hospitanz: Mathias Müller Produktionsleitung: Stéphanie Jaquet

Spieldaten

AUTODROM hatte Premiere am 15. November 2003 und spielte von November 2003 bis April 2004 im Theaterhaus Gessnerallee Zürich (12 Vorst.), im TAT Frankfurt (3 Vorst.) Halle Kalk – Schauspiel Köln (3 Vorst.), Thalia an der Gaußstraße Hamburg (4 Vorst.).

Textrechte

Rowohlt Theater Verlag

Pressestimmen

Tank dich voll, dröhn dich zu
Das Stück – formal eine Karambolage aus Musical, Slapstick und Tragödie, inhaltlich eine Fahrt unter die Haut der Automobilisten – entgeht der Beliebigkeit allein schon durch die Qualität der Musik. Zur Truppe gehören nämlich einige der besten Musikerinnen und Musiker der Schweizer Popszene… Der Soundtrack ist mehr als ein Schmiermittel. Eher schon der Motor. … Autodrom geht als das erste Stück von Mass & Fieber in die Geschichte ein, das man nicht nur genüsslich konsumiert, sondern auch versteht.
Sonntagszeitung / 16.11.2003 / Christian Hubschmid

Nie mehr aussteigen. Hallelujah!
Wie in allen Mass & Fieber-Produktionen spielt auch diesmal die Musik eine entscheidende Rolle. Da gibt es „Messias“-Zitate und die Punknummer „Warm Leatherette“, doch im Zentrum steht der „Endzeit-Walzer“ … bereits im Probenstadium ist dieser Song so gewaltig, dass sich allein schon seinetwegen fürs „Autodrom“ Schlange zu stehen lohnt.
Tagesanzeiger Züritipp /13.11.2003 / Thomas Bodmer

Der Hyundai ist mein Hirte…
Der Schweiz intelligentestes Theaterkollektiv, Mass & Fieber um Autor und Regisseur Niklaus Helbling, hat sich mit Gags und Gas des Mensch-Auto-Verhältnisses angenommen … Mass & Fieber gehen an den Start in der wie immer hochpotenten, siegessicheren Aufstellung … Die ERfindung des Rades führt den Menschen wieder ins Wasser zurück, ein schöner (r)evolutionärer Gedanke … Applaus für die Choreografie von Salome Schneebeli …
Neue Zürcher Zeitung /17.11.2003 / Daniele Muscionico

Der Mensch mutiert zum automobilen Reptil
Der evolutionäre Zyklus ist geschlossen, die Welt ein Auto – „nie mehr aussteigen, hallelujah!“ Der Regen am Schluss ist dem Motorengeräusch des Anfangs zum Verwechseln ähnlich. Natur ist, was man daraus macht, und sei es ein Auto. …
Verschiedene / 17./18.2003 / Günther Fässler

Leider nur Blechschaden
So oft ist das Auto auf Theater- und Kabarettbühnen vorgeführt und verkratzt worden, dass die Wahl von Mass & Fieber schon wieder Mut verrät…
Tagesanzeiger / 17.11.2003 / Peter Müller

Theater auf der Überholspur
… das hat Drive und Witz und überzeugt vor allem durch den ungebremsten Einsatz der neun Spielerinnen und Spieler. Bei aller noch so auf Brüche getrimmten Spielweise, bei allem noch so groteskem Humor vermag dieser schräge Abgesang auf die freie Fahrt des freien Bürgers leise und mitnichten moralisch auch Aktualität zu thematisieren – und dies nicht zuletzt durch die Musik. Das Theaterteam um Regisseur Niklaus Helbling kurvt 110 Minuten lang souverän zwischen Gesellschaftskritik, Metamorphose und Trash umher. Die Längen im Stück sieht man ihm dabei gerne nach. Denn die Seligkeit – die muss bekanntlich warten.
DRS2 aktuell / 17.11.2003 / Kaa Linder

Menschenparkplatz
Auch Autodrom, das nun im TAT in Frankfurt zu Gast ist, gibt sich mit seinen Musikeinsätzen, dem Band-Equipment und den kurzen Choreografien auf weiter, ungerahmter Bühne wie ein Mischung aus Hamburger und Marthaler Schule … ein bemerkenswertes Potential …
Frankfurter Rundschau /14.02.04 / Florian Malzacher

Satirisches Loblied aufs Automobil
Das Schweizer Theaterkollektiv „Mass & Fieber“ entfesselt in seinem Multimedia-Theater „Autodrom“ einen sarkastischen, manchmal saukomischen Tanz um den goldenen Golf… das Zweistundenstück erweist sich als rasante Mischung aus Songs, satirischen Szenen und parodistischem Spiel mit Theaterformen.
Hamburger Abendblatt / Ostern, 10.-12. April 2004 / -itz

Apokalyptische Sümpfe
Laut ihrer Webseite pfeifen die Macher von Mass & Fieber bei der Arbeit. Diebisches Vergnügen war der Schweizer Theatergruppe auch bei ihrem Gastspiel mit der Theaterperformance „Autodrom“ im Thalia an der Gaußstraße anzumerken… Niklaus Helbling blieb seiner Devise treu: Theater, Theater, Theater und immer an die Zuschauer denken… Als Corpus Delicti hat er sich diesmal die wunderbare Welt des Automobils vorgenommen. „Autodrom“ ist eine durchgedrehte Mensch-Maschine-Karambolage. Eine Farce über fanatisierte Automobilisten. Und eine Endzeitvision…
die taz / kultur hamburg / 14.04.04 / Caroline Mansfeld

Impressionen

Trailer